Gleichmaß e. V. spendet knapp 1000,- Euro für Männerschutzprojekt

Als letzte offizielle Tätigkeit spendet unsere Initiative mit dem heutigen Tag knapp 1000,- Euro zu Händen der sächsischen Landesfachstelle Männerarbeit. Den Absprachen entsprechend wird die Summe in den kommenden Monaten in den Aufbau einer weiteren Gewaltschutzwohnung in Mitteldeutschland einfließen. Für das unermüdliche, profunde und effiziente Engagement des Geschäftsführenden Bildungsreferenten der Landesfachstelle, Frank Scheinert, bedanken wir uns an dieser Stelle aufs Herzlichste.

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Auflösung des Gleichmaß e. V. beschlossen

Mit der gestrigen Jahresmitgliederversammlung wurde die Auflösung unserer Geraer Initiative „Gleichmaß e. V.“ per Abstimmung beschlossen. Mit dieser Entscheidung stehen wir als thüringenweit einziges Angebot für Öffentlichkeitsarbeit, Beratung und Hilfe zur Selbsthilfe für gewalt- und trennungsbetroffene Männer und Väter ab sofort nicht mehr zur Verfügung. Wir bitten aus diesem Grund Hilfesuchende, uns über die bekannten Telefonnummern nicht mehr zu kontaktieren.

Die verbliebenen Vereinsmittel fließen mit der getroffenen Entscheidung dem Initiator eines im Aufbau befindlichen Männerschutzobjektes im vogtländischen Plauen zu.

Für die Vielfalt der erbrachten Unterstützungen bedanken wir uns an dieser Stelle einmal mehr aufs Herzlichste. Für die Vielzahl der erfolgten Wortbrüche insbesondere der hauptsächlich Thüringer CDU, SPD, Die Linke und die Grünen: eine zunehmende Anzahl der Bevölkerung schaut mittlerweile sehr genau hin, inwieweit sich die Politiker genannter (wie auch anderer Parteien) an ihrem Wort messen lassen können.

Wer sich zur bevorstehenden Bundestagswahl für die Rechte beider Geschlechter, also auch von Männern, stark machen will, sollte darüber nachdenken, seine Stimme der FDP zu geben, die sich mit den „Liberalen Männern“ als einzige seriöse Partei glaubhaft für die Stärkung der Rechte von Vätern und von gewaltbetroffenen Männern – um nur diese beiden von zahlreichen programmatischen Punkten zu nennen – ausspricht.

Ihr Gleichmaß-Team.

Gewaltschutz in Thüringen: Rundschreiben unserer Initiative zum politischen Versagen

In diesen Tagen versendet unsere Initiative mit Abschluss der Gewaltschutzarbeit für Männer in Thüringen, die in keinster Weise und unter, wie bereits am 03. 07. 2017 ausführlich dargestellt, zahlreichen politischen und institutionellen Wortbrüchen tragfähige Unterstützung erfuhr, ein Rundschreiben unter dem Betreff „Humanistischer Gewaltschutz in Thüringen: ein politisches Versagen“. Besagtes Rundschreiben, im Volltext nachfolgend, wird in Thüringen an relevante Ministerien, Behörden und Körperschaften sowie flächendeckend unter anderem an Fraktionsvertreter demokratischer Parteien, Landratsämter, Netzwerke gegen häusliche Gewalt, Familienzentren, Interventionsstellen, Gleichstellungsbeauftragte verschickt. Wir halten diese Transparenz angesichts der politisch weitgreifenden Diskriminierung männlicher Hilfebedarfe insbesondere durch landesregierungsverantwortliche Parteien wie SPD und Die Linke für außerordentlich wichtig:

„Sehr geehrte Damen und Herren,

mit vorliegendem Schreiben werden wir unsere Aktivitäten für einen Gewaltschutz für Männer in Thüringen einstellen. In diesem Zusammenhang dürfen wir Sie auf unseren umfangreichen Blogeintrag „Thüringer Gewaltschutz aus humanistischer Perspektive: ein ernüchterndes Fazit“ als Zusammenfassung einer Entwicklung hinweisen, die deutlich offenlegt, dass das Bundesland Thüringen in Verantwortung einer rot-rot-grünen Regierung zu keiner Zeit ein ernsthaftes Interesse daran hatte, notleidenden Männern ein Hilfsangebot bereitzustellen bzw., um auf unsere nunmehr eingestellte Projektarbeit zu verweisen, bereitstehende Hilfsangebote auch nur teilweise zu unterstützen, kurz: Wort zu halten. Und das vor dem Hintergrund, dass sich bereits 2015 bei sinkenden Belegungszahlen Frauenhäuser über eine Finanzierungsaufstockung erfreuten und sich das Bundeslang Thüringen in der ersten Jahreshälfte diesen Jahres über ein sattes Steuerplus freute.

Wenn Sie besagten Newseintrag vom 03. 07. 2017 aufrufen, werden Sie in stichpunktartiker, chronologischer und mit Verweisen und Schriftsätzen hinterlegter Form erkennen, dass weder die SPD, noch Die Linke, noch die Grünen, jedoch auch keine der inner- wie außerparlamentarischen Oppositionsparteien CDU und FDP auch nur annähernd Wort hielten. Damit nicht genug, erkannte weder die Sozialministerin Heike Werner (Die Linke) eine bereits aus den hohen statistischen Werten hervorgehende Notwendigkeit, noch sah sich die Gleichstellungsbeauftragte Katrin Christ-Eisenwinder (Die Linke) in der Lage, ihre im vergangenen Jahr getätigte Zusage „Wir werden eine Lösung finden“ einzuhalten.

Aber auch die Landespolizeidirektion Thüringen wie der Paritätische Wohlfahrtsverband verharrten weitgehend in einer Haltung, die selbst bei gutem Willen allenfalls als ein „Spiel auf Zeit“ verstanden werden konnte. Seitens der Landespolizeidirektion erfolgte darüber hinaus keine Gleichbehandlung wie die der Mitarbeiterinnen der Frauenhausarbeit in Gera; weder  wurden  Einsatzwägen  mit  Infomaterialien  zu   Notruf   und   Gewaltschutzwohnung ausgestattet, noch bekamen wir die Möglichkeit, unser Projekt im Rahmen innerpolizeilicher Schulungsangebote vorzustellen. Seitens des Paritätischen wurden darüber hinaus noch 2014 in der Podiumsdiskussion „Sie haben die Wahl!“ völlig verzerrte europäische Statistikwerte vorgetragen („jede dritte europäische Frau Opfer häuslicher Gewalt„), auch wurde noch im vergangenen Jahr in einer der regelmäßigen Magazine des Bundesverbandes eine Darstellung allein weiblicher/n Gewaltbetroffenheit und Hilfebedarfs moniert.

Aus unserer Sicht ist es wichtig, auf diese gravierenden Missstände gerade jetzt vor der Bundestagswahl hinzuweisen. Nicht zuletzt mit dem Wissen darum, dass anstelle eines fachlich eingebetteten 24h-Notruf- und Unterbringungsangebotes mit dem A4-Projekt notleidende Männer nunmehr nur noch wenige Stunden pro Woche in einem mit völlig sachfremden Professionen geteilten Büro seitens praxisunerprobter Beratungskräfte Hilfe erhoffen dürfen.“

Thüringer Gewaltschutz aus humanistischer Perspektive: ein ernüchterndes Fazit

Unsere Initiative hatte in den letzten Monaten bereits erwähnt, dass die in der aktuellen Legislaturperiode regierungsverantwortlichen Parteien im Land Thüringen (insbesondere SPD und Die Linke)  mehrfach Befürwortungen, Unterstützungs- sowie Finanzierungszusagen für eine Schutzwohnung für von häuslicher Gewalt betroffene Männer aussprachen bzw. schriftlich aussanden, es jedoch in keinem der Fälle zu einer tatsächlichen Unterstützung kam. Die statistisch hohe Notwendigkeit ist nicht zuletzt durch unsere beharrliche Recherche hinlänglich bekannt geworden, dennoch mussten wir aus vorgenannten Gründen unser Gewaltschutzeinrichtung schließen.

Nachfolgend ziehen wir stichpunktförmig ein Fazit, das nicht nur zahlreiche Wortbrüche und Unwahrheiten thematisiert, sondern darüber hinaus gerne als Hilfe zur Wahlentscheidung zur Bundestagswahl 2017 verstanden werden darf. Wer daraus jedoch das Verständnis ableitet, seine Stimme sei bei einer rechtspopulistischen bzw. -extremen Partei besser aufgehoben, der hat aus unserer Sicht weder die Geschichte noch die Notwendigkeit einer humanistischen Gesellschaft verstanden.

Hinweis: unsere Gespräche fanden in jedem Fall mit Landesparteienvertretern* statt und sind als solche inhaltlich als jeweilige Aussage der Partei zu werten. Genannte Ämter bzw. Positionen der Gesprächspartner beziehen sich im Übrigen auf den Zeitpunkt der Gespräche, was sich mittlerweile geändert haben kann.

MINISTERIEN:

Sozialministerin Heike Werner (Die Linke)

Am 25. 11. 2015 sprachen zwei Vertreter unserer Initiative bei Sozialministerin Heike Werner unter Anwesenheit von der Gleichstellungsbeauftragten Katrin Christ-Eisenwinder sowie zwei Vertretern des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Thüringen vor. Das Gespräch, welches unter dem Vorzeichen unserer Finanzierungs- und Unterstützungsbitte zustande kam, verblieb ohne Resultat. Darüber hinaus wurde auf die von uns zugesandte Einladung an Frau Werner und die Thüringer Gleichstellungsbeauftragte Katrin Christ-Eisenwinder zur Wohnungsbesichtigung und Projektvorstellung seitens Frau Werner zu keiner Zeit reagiert.

PARTEIEN:

CDU

Am 26. 06. 2014 trafen sich Vertreter unserer Initiative im Landtag mit dem Fraktionssprecher für Familie, Soziales und Gesundheit Christian Gumprecht sowie dem Vorsitzenden des Arbeitskreises Gleichstellung der CDU-Fraktion im Thüringer Landtag, Henry Worm. Im Gesprächsverlauf wurden uns zugesagt, eine schriftliche Befürwortung auszusenden sowie unseren Finanzierungsbedarf in den Thüringer Folgehaushalt und den Arbeitskreis für Gleichstellung der CDU einzubringen.

Am 09. 07. 2015 reichte die CDU auf Basis unserer Zuarbeit die Kleine Anfrage „Häusliche Gewalt gegen Männer in Thüringen bei der Landesregierung ein, die unter anderem folgende Fragen beinhaltete: Wieviel Männer sind in Thüringen im Jahr 2012, 2013 und 2014 Opfer häuslicher Gewalt geworden und wie bewertet die Landesregierung diese Zahlen? Welche Intervention erfolgt in Fällen häuslicher Gewalt gegen Männer? Welche Beratungs- und Hilfsangebote gibt es für von häuslicher Gewalt betroffene Männer und welche Stellen leisten sie? Welchen Handlungsbedarf sieht die Landesregierung zum Schutz von Männern vor häuslicher Gewalt? Welche Maßnahmen plant die Landesregierung zur Prävention von häuslicher Gewalt gegen Männer?

Am 17. 08. 2015 ging die Antwort der Thüringer Landesregierung ein. Neben statistischen Werten wurde die Notwendigkeit einer Bedarfserhebung außerhalb polizeilicher Statistiken angerissen sowie vorgetragen, von familiärer Gewalt betroffene Männer können mit ihren Kindern jederzeit eine Familien- und Eheberatungsstelle oder bestehende Interventionsstelle kontaktieren. Ferner wurd auf das bundesweite Hilfetelefon für Gewalt gegen Frauen, hingewiesen. Die Frage, ob im Doppelhaushalt 2016/2017 ein Finanzierungsprogramm zum Gewaltschutz für Männer vorgesehen sei, wurde mit „Nein“ beantwortet (zu unserer Auswertung des Antwortschreibens bitte hier entlang).

Eine Befürwortungsmail liegt uns vor, darüber hinaus wurde über die Kleine Anfrage hinaus keine der getroffenen Zusagen eingehalten.

Die Grünen

Am 06. 07. 2014 fand ein Gespräch mit Frau Kathleen Lützkendorf als Referentin für Soziales, Arbeit, Familie, Gesundheit und Sport der Thüringer Grünen statt. Wichtigster Gesprächspunkt seitens der Grünen-Vertreterin war, inwiefern und wie stark sich unsere Initiative von extremistischen Tendenzen abgrenzen würde. Eine Befürwortung könne nicht gemacht werden, jedoch wurde ein gemeinsamer Gesprächstermin mit dem Paritätischen Wohlfahrtsverband Thüringen angeregt.

Auf unsere nachfragende Korrespondenz vom 23. 04. 2015 ließ uns Frau Astrid Rothe-Beinlich in einem am 11. 06. 2015 eingegangenen Antwortschreiben wissen, die Gleichstellungspolitik in Thüringen solle aktiv um die Interessen und Bedürfnisse von Frauen und Mädchen ergänzt werden, da nach wie vor eine strukturelle Diskriminierung erlebt würde, der Diskriminierung in sämtlichen Lebenslagen sei entgegen zu wirken, Ziel seien ein bedarfsgerechtes Angebot, eine verlässliche Finanzierung der Hilfestrukturen und klare rechtliche Rahmenbedingungen für Frauenhäuser, Interventionsstellen, Frauenzentren, Zufluchten und Frauenberatungsstellen. Auch gelte es, die Täterberatung zu verstärken.

Auf unsere vertiefende Nachfrage vom 15. 06. 2015 zu einer konkreten Positionierung zum Gewaltschutz für von häuslicher Gewalt betroffene Männer ging am 22. 06. 2015 seitens Frau Astrid Rothe-Beinlich die Aussage ein, eine Notwendigkeit für die Einrichtung gesonderter Stellen für von Gewalt betroffene Männer sei derzeit durch die Grünen nicht zu erkennen.

Die Linke

Am 26. 06. 2014 trafen Vertreter unserer Initiative zum Gespräch mit Margit Jung, Sprecherin für Familie und Senioren und stellvertretende Fraktionsvorsitzende im Landtag sowie der Fraktionsvorsitzenden der Stadtratsfraktion der Stadt Gera und Landesgeschäftsführerin Anke Hofmann zusammen. Zugesagt wurden neben einem konkretisierenden Folgetermin mit Frau Jung eine schriftliche Befürwortung sowie die Einbringung unseres Finanzierungsbedarfs in den Gleichstellungsausschuss.

Am 10. 07. 2015 nahmen Vertreter von SPD und Die Linke an einer kleinen Anhörung mit Vertretern unserer Initiative im Thüringer Landtag teil (siehe auch „SPD“). Im Gesprächsverlauf stellte Frau Karola Stange als Vorsitzende des Gleichstellungsausschusses eine Teilfinanzierung für unser Gewaltschutzobjekt in Aussicht und tätigte darüber hinaus gemeinsam mit Frau Birgit Pelke (SPD) die Aussage, man werde die Thematik im Koalitionsarbeitskreis am 28. 08. 2015 debattieren und uns zeitnah über die Ergebnisse in Kenntnis setzen.

In der zweiten Jahreshälfte 2016 gab es ein Gesprächstreffen zwischen der Thüringer Gleichstellungsbeauftragten Katrin Christ-Eisenwinder und unserem damaligen Projektkoordinator Tristan Rosenkranz, in dem seitens Frau Christ-Eisenwinder die vorgetragene Finanzierungsnotwendigkeit oder alternativ Fortführung des bis dahin rein spendenfinanzierten Gewaltschutzobjektes unter anderer Trägerschaft unter anderem mit der Zusage beantwortete, es werde eine Lösung gefunden. Darüber hinaus wurde geäußert, der Einladung zur Wohnungsbesichtigung mit Frau Sozialministerin Heike Werner werde zeitnah nachgekommen.

Keine der getroffenen Zusagen wurden eingehalten.

FDP

Am 15. 09. 2014 traf ein Vertreter unserer Initiative mit Thomas Kemmerich als damaligen Vorsitzenden des Gleichstellungsausschusses zusammen. Herr Kemmerich sagte uns eine Befürwortung seiner Partei zu und sprach sich dafür aus, im Zuge der Haushaltsverschlankung Mittel offenzulegen, die unserem Projekt zugute kommen.

Keine der getroffenen Zusagen wurden eingehalten.

SPD

Am 17. 07. 2014 fand im Landtag ein Gespräch zwischen Vertretern unserer Initiative sowie dem Parlamentarischen Geschäftsführer David Eckhardt und der Sprecherin für Familie, Frauen, Sport und Opferverbände Birgit Pelke statt. Zugesagt wurden eine schriftliche Befürwortung durch den Landesverband der SPD, darüber hinaus wollten sich Herr Eckardt und Frau Pelke dafür einsetzen, nach der Landtagswahl in Thüringen die Problematik in den Fachgremien im Landtag seitens unserer Initiative persönlich vorzutragen. Weiterhin wurde die Prüfung der Möglichkeiten einer Ko-Finanzierung z.B. über die Stiftung „Familiensinn“ in Rücksprache mit der Thüringer Gleichstellungsbeauftragten zugesagt.

Am 21. 08. 2014 ging das Befürwortungsschreiben der SPD bei uns ein, welches unter anderem die Zusage einer Vorstellung unseres Projektes vor dem Thüringer Gleichstellungsausschuß sowie der Einbringung in die Haushaltsplanung für die bevorstehende Legislaturperiode beinhaltete.

Am 09. 06. 2015 fand ein weiteres Landtagsgespräch mit Frau Birgit Pelke statt, in dem ausgesagt wurde, dass der Haushalt des Landes Thüringen für 2015 bereits beschlossen  sei, was eine Finanzierung in diesem Jahr ausschließt. Jedoch fänden am 17. und 18. Juni erste Verhandlungen zum Doppelhaushalt 2016 und 2017 statt, für den sich Frau Pelke eine Kofinanzierung vorstellen konnte. Frau Pelke schlug eine Vorstellung unseres Gewaltschutzprojektes durch Vertreter unserer Initiative für die Plenarsitzung vom 08. – 10. 07. 2015 vor, zu der alle Fachbereiche anwesend sind.

Am 10. 07. 2015 wurden auf Betreiben Frau Pelkes hin Vertreter unserer Initiative zu einer Anhörung im Thüringer Landtag im kleinen Rahmen eingeladen, zu der Vertreter aller drei Regierungsparteien teilnehmen sollten, die Grünen jedoch absagten. Die einzige, von der SPD mitgetragene Zusage war, man werde die Thematik im Koalitionsarbeitskreis am 28. 08. 2015 debattieren und uns zeitnah über die Ergebnisse in Kenntnis setzen.

Über das Befürwortungsschreiben hinaus wurde keine der getroffenen Zusagen eingehalten.

BEHÖRDEN:

Thüringer Landespolizeidirektion

Erst nach mehreren Nachfragen erhielten wir anstelle weiterer Absagen bzw. Aussagen zur Nichtexistenz die Auskunft zur polizeilichen Statistik zu von häuslicher Gewalt betroffenen Männern, die in Verbindung mit Zahlen aus einem Antwortschreiben des Thüringer Innenministeriums auf eine Anfrage Astrid Rothe-Beinlichs an die Thüringer Landesregierung vom 23. 07. 2010 sowie der Polizeilichen Jahresstatistik von 2014 die unter diesem Link hinterlegte, hohe Notwendigkeit für ein auf Männer ausgerichtetes Gewaltschutzprogramm belegt.

Trotz mehrerer Anfragen wurde uns im Gegensatz zur Verfahrensweise mit Vertretern der Frauenhausarbeit zu keiner Zeit eine Ausstattung der Einsatzfahrzeuge mit Infomaterialien zu Notruf und Unterbringung oder Teilnahme und Projektvorstellung im Rahmen regelmäßiger innerpolizeilicher Schulungen eingeräumt.

KÖRPERSCHAFTEN:

Paritätischer Wohlfahrtsverband Thüringen

Unsere Initiative war von 2013 bis 2016 Mitglied des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Thüringen. Zuständige Fachreferentin und Ansprechpartnerin war Frau Julia Homann in zeitweiser, elternzeitbedingter Vertretung durch Karin Kretschmer. Trotz zahlreicher Gespräche zu Konzeption, Finanzierung und Fachbedarf eines Gewaltschutzbedarfes für Männer wurde zu keiner Zeit die Zusage eingehalten, unsere Bemühungen bis zu einer tragfähigen Finanzierung hin zu unterstützen. Während in Vertretung durch Frau Kretschmer konkrete Gespräche mit paritätischen Fachleuten zu Finanzierungsanträgen und Fördermöglichkeiten zustande kamen, verloren sich nach ihrer Vertretungszeit die Gesprächsbemühungen zusehends in Verweisen auf höhere Zuständigkeiten seitens der Landesregierung, in der Notwendigkeit einer zunächst aufzubauenden Lobby, dem bislang nicht hinreichend belegten Bedarf sowie in dem schlussendlichen Vermerk, ein derartiges Projekt sei ausschließlich über eine Ausschreibung zu realisieren.

Ein letztes Gespräch von Vertretern unserer Initiative mit dem Landesgeschäftsführer Reinhard Müller und Frau Hohmann kam über persönliche Infragestellungen und Fehleranalysen bedauerlicherweise nicht hinaus.

Inwiefern die Thüringische Parität aufgrund von Podiumsdiskussionen wie „Sie haben die Wahl!“ vom 29. 08. 2014 unter Verwendung statistisch völlig verzerrter Europawerte („jede 3. Frau Opfer häuslicher Gewalt im Verlauf ihres Lebens“), mit Verbandspublikationen des Bundesverbandes, die sich ausschließlich weiblicher Betroffenheit von häuslicher Gewalt widmen oder paraleller Vorstandsfunktionen unserer Ansprechpartnerin im Thüringer Landesfrauenrat eine gewisse Befangenheit zur Thematik einbringt, obliegt nicht unserer Beurteilung.

DEZERNENTEN + BEAUFTRAGTE:

Geraer Sozialdezernentin

Von der Geraer Sozialdezernentin Sandra Schöneich (Die Linke) erfolgte auf unser Einladungsschreiben zur Vorstellung der Gewaltschutzwohnung zu keiner Zeit eine Reaktion.

Geraer Gleichstellungsbeauftragte

Die Geraer Gleichstellungsbeauftragte Gusti Dietzsch (SPD) sagte zunächst einer Einladung in die Gewaltschutzwohnung zur Projektvorstellung zu, erschien dann aber nicht und war zum vereinbarten Termin nicht erreichbar.

Abschlussbemerkung: vorliegende Zusammenfassung wird über dieses Posting hinaus in den nächsten Tagen unserer umfassenden Adressliste zugesandt, kommt auf die wichtigsten Punkte zu sprechen und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Unserer Initiative liegen ausführliche Gesprächsprotokolle und Rechercheunterlagen vor, darüber hinaus hält jeder genannte Vorgang einer eidesstattlichen Beurkundung stand.
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*Bitte beachten Sie unseren Hinweis zur Verwendung des Sprachgeschlechtes.

Auflösung unserer Gewaltschutzwohnung

Mit dem gestrigen Tag wurde unsere Gewaltschutzwohnung für Männer in Gera aufgelöst, die Möbel als Sachspende dem Geraer Streetwork e. V. übergeben. Der auf zunächst ein Jahr abgeschlossene Mietvertrag läuft in diesem Monat aus, unsere Notrufnummer ist damit nicht mehr erreichbar. Warum diese Schließung ein absolutes Armutszeugnis für die rot-rot-grüne Thüringer Landesregierung ist und aufgrund wiederholtem politischen Wortbruchs notwendig wurde, darüber informieren wir zeitnah in einem umfassenden Bericht nicht zuletzt auch an dieser Stelle.

2. Netzwerktreffen von Männerberatungs- und Schutzangeboten: Gleichmaß e. V. gibt Administration ab

Mit dem letztwöchigen Dresdener 2. Netzwerktreffen von Männerberatungs- und Schutzangeboten im deutschsprachigen Raum, welches der 1. Fachtagung am 22. und 23. 09. 2016 in Leipzig folgte (als Teilnehmer berichteten wir darüber), fand ein hochqualifizierter professioneller Austausch von Vertretern* von Selbsthilfeangeboten, Fachberatungsstellen und Schutzwohnungen statt, der nicht nur das wachsende öffentliche Bewusstsein widerspiegelte, dringend Beratungs- und Schutzangebote für von häuslicher Gewalt betroffener Männer zu etablieren, sondern auch das sich fachlich verstetigende Potenzial des Netzwerkes aufzeigte.

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Häusliche Gewalt – ein Erfahrungsbericht im SWR-Nachtcafé

Hartmut Wolters, 1. Vorsitzender des Väteraufbruch für Kinder Kreisverein Köln e. V. und in seiner Funktion als unser Netzwerkpartner verantwortlich für die Mitgliedschaft des Kreisvereins im Männerberatungsnetzwerk, stand unlängst ausführlich im SWR-Nachtcafé (ab 1:05:50) Rede und Antwort zu seinen Widerfahrnissen als von häuslicher Gewalt betroffener Mann und ausgegrenzter Trennungsvater. Die von ihm geschilderten Erfahrungen, die wiederholte Gewaltausübung gegen ihn, die ausnahmslos die Geschehnisse und Schuld umkehrenden und ihn vor allem sorgerechtlich ausgrenzenden Institutionen von Frauenhaus über Jugendamt bis hin zu Familienberatungsstellen sowie das verantwortliche Familiengericht, sind Spiegelbild eines bis heute täglichen und vielhundertfachen Leids von Kindern und in den überwiegenden Fällen ihrer Väter in Deutschland (wenige Ausnahmen bestätigen die Regel).

Das Interview ist in Gänze sehenswert und sollte Sie dazu motivieren, nicht zuletzt auch unsere Arbeit (unter untengenanntem Link) zu unterstützen. Vielen herzlichen Dank!
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Namensgleichheit | wichtiger Hinweis

Wir weisen an dieser Stelle aus gegebenem Anlass darauf hin, dass es zwischen unserer in Gera ansässigen Initiative Gleichmaß e. V. sowie dem Gleichmass Güstrow e. V. keinerlei rechtliche, personelle oder projektbezogene Verbindlichkeiten gibt.

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Petition zur Einrichtung eines Hilfetelefons für „Gewalt gegen Männer“

Mit Bitte um aktive Teilnahme und Weiterverbreitung weisen wir an dieser Stelle auf einen auf der Website des „Männerberatungsnetzwerkes“ hinterlegten Hinweis zu einer Petition zur Einrichtung eines Hilfetelefons für „Gewalt gegen Männer“ hin:

„Der Deutsche Bundestag möge beschließen auch ein Hilfetelefon für (Gewalt gegen) Männer einzurichten (bzw. zu fördern), ähnlich wie das – auch in Medien beworbene – (auch Online)“Hilfetelefon“ für (Gewalt gegen) Frauen. Männer bedürfen ja auch Hilfe, auch bei Gewalt und gerade diese brauchen niederschwellige Angebote, weil es für sie oft besonders schwer ist sich Hilfe zu suchen. Außerdem wird durch so ein Telefon, mit entsprechender Werbung, gegen das „Tabu-Thema“ Gewalt gegen Männer angegangen. …“

Zur Petition bitte hier entlang.

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„Der Spiegel“ berichtet über unsere Gewaltschutzwohnung

Der verantwortliche Redakteur Steffen Winter vom Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ berichtet in einem aktuell erschienenen Beitrag (nur im Anriss online) über die Situation des Gewaltschutzes für Männer in Deutschland, in dem nach einigen vorangegangenen Telefonaten neben den neu geschaffenen Angeboten in Sachsen auch unsere Gewaltschutzwohnung Erwähnung findet (zur maßgeblichen Verantwortlichkeit der Thüringer Partei Die Linke an der drohenden Schließung folgen Sie bitte diesem Link):

„…Das BKA zählt seit Jahren immer mehr Übergriffe auf Männer von weiblichen oder männlichen Partnern und Expartnern. 2012 registrierte die Polizei annähernd 20.000 Opfer, 2015 waren es bereits fast 23.200. In Sachsen wurden gerade zwei Männerschutzwohnungen eingerichtet.

Im thüringischen Gera betreibt der Verein Gleichmaß mit Spenden eine solche Unterkunft. Derzeit sind dort drei Männer untergebracht, so Projektchef Tristan Rosenkranz. Zwei seien von ihren Frauen körperlich bedroht worden, einer mit einem Messer. Zudem beklagten sie eine „ökonomische Kontrollgewalt“ durch ihre Frauen. Ein Mann wurde von seiner Partnerin gestalkt. Zehn weitere Männer stünden bereits auf der Warteliste. Lies den vollständigen Beitrag »