Hungerstreik in Rostock / Unterstützungsaufruf

Seit heute morgen befindet sich ein Elternteil vor dem Rostocker Amtsgericht im Hungerstreik. Der 44jährige Oberarzt der Kardiologie blickt auf nunmehr einige sehr einseitige Gerichtsbeschlüsse zurück, die ihn beispielsweise schon vor dem Auszug aus dem gemeinsamen Haus dazu verpflichteten, seinen Bewegungsradius innerhalb des 8-Zimmer-Anwesens auf 12 Quadratmeter zu beschränken, um dem trennungswilligen Elternteil zu ermöglichen, „seine Trennung zu vollziehen“. Dem folgte in einem zweiten Gerichtszug der Verweis aus dem gemeinsamen Wohnsitz sowie etliche gerichtlich gestützte Verleumdungen, denen eine Prozeßklage folgte. Von den vier gemeinsamen Kindern zwischen 7 und 16 Jahren wollten zwei zum Papa, eines zu beiden Eltern und eines zur Mama; das alleinige Augenthaltsbestimmungs- und Sorgerecht wurde jedoch für alle vier Kinder der Mutter zugesprochen, der Kontakt zum Vater stark eingeschränkt.

Der Vater ist nunmehr aufgrund eines halben Jahres Pflegezeit für seinen kranken Vater sowie Unterhaltspfändungen binnen kürzester Zeit am Existenzminimun angelangt und bekam seitens unserer Initiative erste Unterstützung in Form von warmer Kleidung und Medienterminen (einem ausführlichen Telefonat zwischen der Ostseezeitung und einem Mitglied unserer Initiative sowie Gespräch vor Ort wird in Kürze ein Artikel folgen). Er benötigt insbesondere aufgrund der kalten Jahreszeit in diesen Tagen jede erdenkliche Unterstützung, sei es weitere warme Kleidung, Getränke oder positiver Zuspruch.

Wir möchten jeden, der in Rostock und Umgebung lebt oder Kontakte hat, um Unterstützungsangebote bitten! Wer kann, möchte sich bitte vor Ort ein eigenes Bild machen oder über unsere Initiative Kontakt herstellen: 0176 / 218 90 769 oder info[a]gleichmass-ev.de. Vielen Dank!!

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22 Kommentare

    • Die Kollegen

       /  Februar 6, 2013

      Die Aussage des Richters ist interessant, da sie in sich widersprüchlich ist.

      Antwort
      • Tristan Rosenkranz

         /  Februar 7, 2013

        Vielen Dank für die überwältigende Unterstützung! Abschlussgespräch mit Herrn David und Bericht folgen in Kürze! Tristan Rosenkranz

  1. An einer weiteren Berichterstattung wäre ich interessiert. Ich habe gestern Abend mit ihm telefoniert. Mehr kann ich von hier aus nicht tun. Meine Eltern werden aber weiter vorbeifahren, solange es geht. Berichten kann ich aber schon, denn ich denke je mehr Öffentlichkeit, um so besser für ihn!

    Antwort
  2. Fiete

     /  Februar 5, 2013

    Auf Goggle+ geht die Geschichte auch schon ‚rum, auf wkw, Manndat und die Männerpartei sollten es ebenfalls mitbekommen haben, es kamen schon die ersten Anfragen, wie es mit kleinen Geldspenden aussieht ( hierher verwiesen ) u.s.w..
    Bei der Wetterlage kann es gar nicht so falsch sein, den Fall lieber etwas mehr und öfter zu verteilen. Gibt es schon ein paar Statements, Details, weitere Fallbeschreibung o.ä., was man einstellen könnte?
    Hat sich wenigstens mal ’ne Lokalzeitung o.ä. gemeldet?

    Gruß…………Fiete
    http://www.vaeter-fuer-gerechtigkeit.de/component/content/article/1-aktuelle-nachrichten/434-dringender-aufruf.html

    Antwort
    • Tristan Rosenkranz

       /  Februar 6, 2013

      Moin Fiete, selbstverständlich sind die Medien alle informiert und ein Teil berichtet auch. Der Mann wird nach Kräften versorgt. Das sind Dinge, die zum Selbstverständnis unserer Initiative gehören. Genauere Fallbeschreibung außer auf dem Blogpost gibts derzeit allerdings auch in den offiziellen Medien nicht. Viele Grüße, Tristan

      Antwort
  3. Frank Michael

     /  Februar 5, 2013

    Es ist so schrecklich, was hier ein Mensch an letzter Energie aufbringt, hingetrieben von Justiz/Staat. Wieder ein Fall mehr in Deutschland, wo das vielbetonte Kindeswohl übergangen und mit Füßen getreten wird. Irgendwann erfahren seine Kinder, dass ihr Papa in den Hungerstreik getreten ist, erfahren wie weit er runter gezogen wurde …weil er seine Kinder lieb hat. Wenn es die Kinder verstehen, ist es sicher zu spät. Würden sie heute schon nach Erklärungen fragen, kann die Mutter fein Entfremdung betreiben, die Kinder mit „PAS versorgen“ und das in deutschen Landen völlig legal. Deutschland unterscheidet zwischen Menschen- und Kinderrechten – das Recht auf beide Eltern, das verweigert Deutschland, die Scheidungsindustrie und der staatliche Kinderhandel florieren. Armes Deutschland!

    Schade dass ich geographisch zu fern und wirtschaftlich nicht in der Lage nach Rostock zu reisen, hätte gerne meinen Zuspruch gegeben, aber auch Foto´s für meine erwachsenen PAS-Kinder machen wollen, vielleicht auch für meinen Nachkömmling, zu dem es sich seit gestern auch abzeichnet, dass seine Mutter den Umgang boykottieren möchte. Alles erdenklich Gute und mein Respekt an den „Streikenden“.

    Antwort
  4. Martin

     /  Februar 5, 2013

    Nach 12 Stunden Arbeit und tausend gesprochenen Worten, wollte ich auf dem Nachhauseweg unserem Shoppraktikanten, der gerade einmal 14 Jahre alt ist, zeigen, wie man jemandem auch ohne großen Aufwand in einer schweren Zeit ein Lächeln auf die Lippen zaubern kann. Wir haben Tee gekauft und diesen heiß abgeliefert.
    Wenige Augenblicke bevor wir weiter wollten, kam ein weiterer Mann dazu, der sich augenscheinlich darüber lustig gemacht hat, dass wir „nur“ Tee mit gebracht haben. Nicht nur das er mit äußerst unüberlegten Äußerungen und Feststellungen brilliert hat – nein, er hat das ganze zu einem Wettbewerb erhoben. Aber Nächstenliebe fängt auch bei kleinen Gesten an. Danke, dass unser Lütter diese Lektion miterleben und lernen durfte. Und danke, dass er jetzt auch weiß, was ein Vollpfosten ist.
    Wir werden trotzdem wieder vorbei kommen und einfach für ein paar Augenblicke da sein. Denn das lag uns auf dem Herzen. Und wer auch immer dieser Störenfried war, urteile nie wieder über die Gesten anderer, mach keinen Wettbewerb aus der Not anderer und nenn‘ mich nie wieder verweichlicht, ohne mich zu kennen.
    Und an den Streikenden: Du wirst gehört.

    Antwort
  5. Wolfgang

     /  Februar 5, 2013

    Was dir passiert ist ein völlig normaler Vorgang in Deutschland, Väter werden hier systematisch zerstört und von ihren Kindern ferngehalten, es geschehen hier Menschenrechtsverletzungen von unglaublichen Ausmaß.
    Du bist einer der wenigen die sich noch wehren obwohl sie schon fertig gemacht wurden. Ziel ist es, dass du schweigst und so eine Art Leibeigener des Systems wirst. Früher sagte man auch Sklave dazu.

    Schaut mal auf http://www.sozialenergie.de da könnt ihr noch mehr lesen.

    Ich wünsche Dir viel Glück

    Antwort
  6. Rocco O. Griem

     /  Februar 5, 2013

    Auch ich habe schon Erfahrungen mit dem AG Rostock gemacht. Die Mutter tauchte unter und das AG forderte mich auf ihre Adresse zu organisieren. 3 Jahre lang habe ich meine Tochter nicht sehen können. Jetzt wohnt sie in der Nähe von München….
    Ich kann die Verzweiflung des Vaters verstehen und fühle mit ihm.

    Antwort
  7. Elmar

     /  Februar 5, 2013

    Ich hoffe, ich werde nicht missverstanden:
    Wie kann es sein, dass ein OA der Kardiologie derart am Hungertuch nagt?
    Die Frage stößt jedem unbedarften Leser auf.

    Antwort
    • Ein Freund aus dem Haus

       /  Februar 5, 2013

      Ich kann es dir sagen, Oberarzt hin oder her, was denkst du verdienen diese Leute?
      Und was denkst du muss man für 4 Kinder Zahlen plus unterhalt für die Frau? Er hat keine Wohnung mehr und all sein Gehalt wird bis auf das Harz 4 minimum reduziert….
      Schönen Dank sag ich da nur an die Frau von OA Dr. David…. Ob jetzt ein Hungerstreik die beste Lösung ist sei dahin gestellt, Ich hoffe er wird bestens Unterstützt da er ein super Arzt und Mensch ist ! Und ein noch besserer Familien Vater!

      Antwort
    • Die Kollegen

       /  Februar 6, 2013

      @Elmar: Wer die Düsseldorfer Tabelle ansieht und gerne auch die offiziell veröffentlichten Tabellen der Ärztetarifverträge beim Marburger Bund kann sich alleine ausrechnen was Dr. David bleibt. Die weiteren Umstände sind oben beschrieben und dürften sich danach von alleine erklären.

      Wir als Kollegen können nur über das sprechen, was wir von dem Menschen Dr. David kennengelernt haben: Ein freundlicher, besonnener und gewissenhafter Arzt, der sich uns gegenüber immer kollegial verhält, sich für andere Kollegen und die Patienten engagiert und von den Mitarbeitern geschätzt wird. Wir respektieren seine Entscheidung, sich und sein Problem öffentlich zu machen und waren betroffen, als wir die Beiträge im Internet und die Berichte in der Presse gelesen haben, denn viele von uns wussten nicht, wie es ihm tatsächlich geht. Zu so einem Schritt gehört Mut, gerade wenn man in einem solchen Beruf wie unserem steht. An die Öffentlichkeit zu gehen, heißt sich selbst exponieren und angreifbar machen und auch zu polarisieren – in der Presse, im Lebensumfeld, im Beruf etc. Wir hoffen mit ihm, dass für die Kinder eine gute Lösung gefunden wird und seine Existenz nicht durch die Situation gefährdet wird. Auch wenn wir privat nicht helfen können, beruflich stehen wir Kollegen zu ihm.

      Antwort
  8. Christin V.

     /  Februar 5, 2013

    Ich war heute auch da, habe einen Kaffee und Regenschirm vorbeigebracht….Ich drück ihm die Daumen, dass es etwas bewegt….Bei Facebook habe ich es gepostet und viele Leute unterstützen das und werden ihn sicherlich die Tage besuchen….

    Antwort
  9. Ergänzung: Alle die sie kennen in und um Rostock haben sie informiert…. Hoffentlich passt das für ihn.

    Antwort
  10. Morgen früh fahren sie hin und bringen Decken, Trinken und eine Regenjacke. Eine Suppe will sie auch kochen…. Ich habe sie gerade aufgeklärt, wo das AG ist.

    Antwort
  11. Tristan Rosenkranz

     /  Februar 4, 2013

    Danke Birgit, Anruf kam gerade rein!

    Antwort
  12. Bereits weitergegeben an meine Leute in der Nähe von Rostock. Sie wollen morgen früh anrufen. Alles Gute!

    Antwort
  13. Was sich hier in diesem Land abspielt kann nur noch als eine einzige Schande bezeichnet werden. Jugendämter und Failiengerichte können nur noch als hochkriminell und korrupt bezeichnet werden. Ich hoffe, es werden noch sehr viel mehr, die jetzt aktiv werden und das unerträgliche Elend versuchen öffentlich zu machen. Von meiner Seite höchsten Respekt, viel Erfolg, viel Glück und Gottes Segen an den mutigen Vater! Mir geht es ähnlich!

    Antwort
  14. Tristan Rosenkranz

     /  Februar 4, 2013

    Auch wir kommen oftmals nicht mehr mit, wie vor Gerichten entschieden wird. Vielen Dank, Hella!

    Antwort
  15. HellaFee

     /  Februar 4, 2013

    Manche Gerichtsurteile sind beim besten Willen nicht nachvollziehbar! Vor allem dann nicht, wenn sie Existenz vernichtend sind.
    Es ist mir ein Rätsel, was in dem Kopf des verantwortlichen Richters/Richterin vor sich gegangen ist. An die Kinder hat er/sie ganz bestimmt nicht gedacht; geschweige denn an den Vater und an so etwas wie Gerechtigkeit.
    Ich wünsche dem Vater alles Glück der Welt und dass sich letztendlich alles noch zum Guten für ihn und die Kinder wendet!

    Antwort
    • Meine Definition vom „Richterstaat“:

      „Die Gerechtigkeit ist in diesem Rechtsstaat unter dem Einfluss der Justiz zu einem nicht mehr anzutreffenden Gut geworden. Recht ist für die Bürger zu einer undurchschaubaren u. nebulösen Angelegenheit und für Juristen zu einer frei verformbaren Masse und Ausplünderungsgarantie zu Lasten der Bürger geworden. Unrecht zu akzeptieren ist mittlerweile für viele Bürger die rein wirtschaftlichere Lösung.

      Dazu wesentlich beigetragen hat ein mittlerweile parasitäres Heer von Anwälten, die viele Bereiche des gesellschaftlichen/öffentlichen Lebens tumorartig belagern und die ein ehemals zielführendes Streben der menschlichen Gesellschaft nach Rechtsfrieden zwischen deren Bürgern zu ihren Gunsten als Einkommensabsicherungssystem umgebaut haben. Sekundiert dabei wurden sie von den in der politischen Klasse und deren Führungselite verbeamteten Juristen, die sich als selbst über die Gesetze hinwegsetzende Clique zu erkennen geben und den Rechtsbruch/-beugung profitabel zu nutzen wissen.

      Mittlerweile gleicht ein Gerichtsverfahren eher einer Lottoziehung, bei der despotische, inkompetente, menschlich ungeeignete Richter und Staatsanwälte in sadistischer Arroganz den Bürger ihre Macht spüren lassen und über Sachen urteilen, von denen sie fachübergreifend selbst überhaupt nichts verstehen. Dabei wird dem Bürger groteskerweise die vollzogene Rechtsbeugung als juristisch rechtens vermittelt. Gesetze gelten für diese Kreise nur, wenn nicht der Bürger sie für sich beansprucht. Was man gegen den Bürger durchsetzen will, läst man durch das höchste Gericht einfach legitimieren.

      Der Bürger muss nicht mehr zwangsläufig eine Straftat begangen haben, um von diesem Richterstaat veruteilt zu werden. Für solch eine Willkür und Fehlentscheidung muss ein Richter selbst niemals haften, denn davor schützen ihn eigens dazu initiierte Gesetze, die zu einer regelrechten Imunität des eigentlichen Täters führen.“

      Antwort

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