Einladung zu Preisausschreibung der Siegmann-Stiftung

Im Rahmen der Ausschreibung der mit 3000€ dotierten Verleihung der Medaille der in Rostock ansässigen Richard-Siegmann-Stiftung fand gestern Abend im „Rudolf Wagner-Regeny“ – Konservatorium eine Podiumsdiskussion mit Ansprachen und musikalischer Umrahmung statt, zu der unter anderem auch Vertreter aus Wirtschaft sowie aus der Stadt Rostock erschienen waren. Der Einladung zur Teilnahme der mit „Familienfreundlichkeit in Rostock“ überschriebenen Ausschreibung folgten zwei Mitglieder unserer Güstrower Initiative.

An der Podiumsdiskussion nahmen neben der Rostocker Gleichstellungsbeauftragten ein mittelständischer Firmenvorstand, eine Vertreterin des Landesfrauenrates und Kompetenzzentrums Vereinbarkeit M-V sowie eine Vertreterin des Institutes für Physik und Mit-Initiatorin des Girls Day teil. Die Podiumsdebatte hinterfragte den Entwicklungsstand der Stadt Rostock und seiner Unternehmen hinsichtlich der Vereinbarkeit von Beruf und Familie und kam anteilig auch auf die Alleinerziehenden-, Quoten- und Thematik geschlechtsspezifischer Gehälter zu sprechen.

Als Kritikpunkte wurden aus dem Publikum die Tatsachen benannt, dass auch in diesem Zusammenhang Kinder eher als Last denn als Bereicherung wahrgenommen werden, Gleichstellung überhaupt nicht das Problemthema sei und dass der Verlust der Wirtschaftskraft aufgrund elterlicher Ausgrenzung nicht einmal als Randthema Platz fand. Andere Stimmen gaben zu verstehen, dass eine höhere Bewertung der unzähligen Ehrenamtsinitiativen bei der Bewältigung der Vereinbarkeit vonnöten wäre; auch, dass es „kein richtig oder falsch“ geben kann zwischen Kita und innerfamiliärer Erziehung sowie, dass die wirtschaftliche Selbstverwirklichung in Balance mit einem ausgewogenen Familienleben für alle machbar sei.

Die Veranstaltungen brachte überdies auch interessante Informationen aus dem statistischen Erfahrungsschatz und Alltagserleben einiger Beteiligter. So wurde bekannt, dass Bayern mit 32,9% Vorreiter, das Saarland mit 15% Schlusslicht in Sachen väterlicher Elternzeit sei, dass in Rostock 3900 Alleinerziehende mit nur 5% männlichem Elternanteil gemeldet seien und dass es in Zingst tatsächlich ein Restaurant gibt, in dem Kinder unter 16 Jahren keinen Zutritt gewährt bekommen.

Alles in Allem eine interessante Veranstaltung, die unserer Initiative einige Impulse zur Antragstellung in der Bewerbung auf die Richard-Siegmann-Medaille mitzugeben vermochte.
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