Ortstermin Berlin: Grüne diskutieren demokratische Geschlechterpolitik

Wir bedanken uns bei Wolfgang Jacobs, der am vergangenen Samstag für unsere Initiative an der Veranstaltung der Grünen im Bundestag “Wer will die Uhr zurückdrehen? Strategien gegen Anti-Feminismus und Homophobie” teilnahm und uns eine Mitschrift zukommen ließ. Allerdings lassen wir an dieser Stelle aufgrund der extremen Einseitigkeit der Veranstaltung davon ab, auf Details einzugehen und beschränken uns auf eine kurze Zusammenfassung.

Zu Wort kamen im Laufe der Veranstaltung neben dem Journalisten Peter Gerhardt, dem Moderator Kai Gehring (Mitglied des Bundestages / Grüne), Professorin Sabine Hark (Universität Berlin), Professorin Daphne Hahn (Pro Familia), Detlef Mücke (Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft), Ulle Schauws (Mitglied des Bundestages / Grüne) und Laurel Braddock (Universität Berlin) auch Anne Wizorek als mitunter sehr aggressiv gegen pro-männliche Initiativvertreter agierende Medienberaterin und baldige Sachverständige des Bundesfamilienministeriums für den zweiten Gleichstellungsbericht. Vertreter der herkömmlichen, mehrheitlichen Familienpolitik sowie Initiativkräfte oder Fachleute für männliche Problemfelder waren nicht geladen; eine Distanz zur eigenen, bis heute unaufgearbeiteten Pädophilie-Vergangenheit war angesichts einiger geladener Personen nicht erkennbar.

Bereits in der Eröffnung durch Volker Beck (Mitglied des Bundestages) wie in den folgenden Podiumsdiskussionen sowie eingespielten Kurzfilmen wurde deutlich, dass eine Differenzierung zwischen Personen ebenso unerwünscht ist wie zwischen Kritik (einerseits) und Hass und Gewalt (andererseits) oder pro-familiale(n) und –männliche(n) Initiativen und Positionierungen sowie Kritik an den Bildungsplänen pro Frühsexualisierung (einerseits) und latenter Schwulenfeindlichkeit (andererseits). Immer wieder wurde der Bezug zwischen rechtspolemischen bzw. -populistischen Akteuren wie Akif Pirincci, innerhalb der AFD und Pegida und gemäßigten sachlichen Kritikern hergestellt. Kritische Kommentatoren im Internet wurden generalisiert als Meinungsführer auf Stammtisch-Niveau beschrieben.

Eine Differenzierung oder sachliche Debatte auf Augenhöhe selbst mit ausgewogenen, abweichenden Meinungen erfolgte zu keinem Zeitpunkt; eine vorherige Diskussion mit Vertretern der Vielzahl von pro-männlichen und pro-familialen Aktiven fand nicht statt. Ebenfalls nicht statt fand eine Auseinandersetzung mit den tatsächlichen Interessen von Kindern, vielmehr wurde, beispielsweise durch Delef Mücke und Daphne Hahn, für eine frühestmögliche Sexualerziehung auf allen politischen und Bildungskanälen geworben.
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2 Kommentare

  1. Bereits der Titel der Veranstaltung schließt neutrale Diskussion aus. Von vornherein: der Gegenstand Strategie dient nicht zur Erkenntnis, sondern zur Durchsetzung von Interessen, deren Sinn von Vornherein als ausdiskutiert behandelt wird.

    Der einzig sinnvolle Umgang mit dieser Session ist ein kritischer Bericht (aus sicherem Abstand).

    Antwort

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