Reaktion des Deutschlandradio Kultur auf unsere Anfrage eingegangen

Am 18. 05. 2015 und 19. 05. 2015 strahlte Deutschlandradio Kultur zwei stark tendenziöse Sendungen aus, die sich deutlich gegen väterliche Gleichberechtigung aussprachen. Nachfolgend veröffentlichen wir unsere eMail-Kommunikation mit dem Sender:

Unsere Mail vom (19. 05. 2015):

Sehr geehrte Damen und Herren,

nach ihrem gestrigen Beitrag „Den Vätern die Rechte, den Müttern die Pflichten“ und ihrem heutigen Beitrag „Kein Fortschritt für die Kinder“ stellt sich für uns als Initiative „Gleichmaß e. V.“ die Frage, ob Sie als gebührenfinanziertes Funkunternehmen auch ergänzenden, anderen, weniger extremen Positionen Raum bieten.

Unsere Initiative existiert seit 2009, ist seit 2013 Mitglied im Paritätischen Wohlfahrtsverband, erhielt 2014 den Beraterstatus der UN für deren Menschenrechtsrat ECOSOC und wird durch einen wissenschaftlichen Fachbeirat begleitet.

Wir würden von Ihnen gern wissen, ob ein entsprechendes Korrektiv zu o.g. Sendungen geplant ist und stehen für entsprechende Rückfragen gern zur Verfügung. Vielen Dank im Voraus.


Herzliche Grüße
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Tristan Rosenkranz
____

Reaktion des verantwortlichen Redakteurs (22. 05. 2015):

Lieber Herr Rosenkranz,

grundsätzlich ist die Redaktion des Politischen Feuilleton für interessante Debattenbeiträge offen. Mir gefällt an Ihrem Angebot der Zungenschlag nicht.

Sie schreiben nicht, wie Sie die Debatte gern ergänzen oder fortsetzen würden, unterstellen dafür aber, dass die von uns gesendeten Beiträge „extrem“ seien und der „Korrektur“ bedürften.

Man muss nicht Fachwirt sein, um zu wissen, dass man extreme Lebenserfahrungen zwar einordnen, aber nicht korrigieren (redigieren) kann, damit sie besser ins Bild passen – schon gar nicht in einem Meinungsbeitrag.

Die Sicht einer Mutter mag einseitig sein, wird sich aber schlecht darauf beschränken lassen, was ein Mann darüber zu denken erlaubt. Und eingeordnet hat das Gespräch mit der Rechtsanwältin Jutta Wagner, die zuvor ebenfalls im Politischen Feuilleton zu hören war, das Thema „Elterliche Sorge in hochstrittigen Fällen“ eigentlich sehr gut.

Mit freundlichen Grüßen,

Ernst Rommeney
Redakteur
Reportage und Hintergrund
Deutschlandradio Kultur

ernst.rommeney@deutschlandradio.de
Tel.  +49 30 8503-5258
Fax  +49 30 8503-5269

Deutschlandradio
Hans-Rosenthal-Platz, 10825 Berlin
www.deutschlandradio.de
____

Unsere Reaktion darauf (22. 05. 2015):

Sehr geehrter Herr Rommeney,

tagtäglich werden in Deutschland ca. 400 Kinder zum Teil für immer von einem Elternteil entfremdet, bei ca. 90% der Sorgerechtsentscheide zugunsten der Mütter meist vom Vater. Die Langfristwirkungen sind mit Depressionen, Konzentrationsschwächen, Sucht- und Suizidneigung verheerend. Demgegenüber ist seit Jahren zu beobachten, dass das Vertrauen der Bevölkerung in die Medien dieses Landes immer stärker verschwindet.

Gern können Sie mich korrigieren, aber ich vertrete die Auffassung, dass Sie nicht zuletzt aus der Tatsache heraus, dass Ihr Rundfunkunternehmen gebührenfinanziert ist, sondern auch aufgrund der journalitischen Ethik der Neutralität, einen öffentlichen Auftrag und damit eine Verpflichtung Ihrer Hörerschaft gegenüber haben. Ihre beiden Sendungen waren aus der Sicht Vieler weit davon entfernt. Die Schließung der Kommentarfunktion wie auch Ihre Reaktion auf meine Anfrage für den Gleichmaß e. V. bestätigen diese einseitige Positionierung letztlich nur.

Insofern vermögen von Ihnen in meiner Anfrage wahrgenommene Mißtöne möglicherweise noch das geringste Übel sein.


Herzliche Grüße
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Tristan Rosenkranz“
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Bitte unterstützen Sie unter diesem Link unsere Initiative. Und bitte beachten Sie unseren Hinweis zu unserer aktualisierten Newsblog-Aufteilung. Vielen herzlichen Dank!

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3 Kommentare

  1. Fiete

     /  Juni 2, 2015

    „Mir gefällt an Ihrem Angebot der Zungenschlag nicht.“…
    „Und eingeordnet hat das Gespräch mit der Rechtsanwältin Jutta Wagner, die zuvor ebenfalls im Politischen Feuilleton zu hören war, das Thema „Elterliche Sorge in hochstrittigen Fällen“ eigentlich sehr gut.“

    Herr Rommeney jedenfalls weiß, wie man sich selbst zum Oberarsch aufplustert und den Gegenüber dabei höflich „Arschloch“ nennt.

    Und ich denke, das kann man auch entsprechend erwidern ( resp. öffentlich darstellen ), anstatt sich die von Rommeney ( ! ) abgebrochene ( korrekter: präventiv verhinderte ) „Diskussion“ ( haha! ) auch noch selbst an die Backe zu hängen.

    Antwort
  2. vortex

     /  Mai 22, 2015

    „Insofern vermögen von Ihnen in meiner Anfrage wahrgenommene Mißtöne möglicherweise noch das geringste Übel sein.“

    Warum benutzt ihr so viele Buchstaben um „Arschloch“ zu schreiben?
    Viel Erfolg beim durchdringen dieser Betonköpfe.

    Antwort

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