OTZ veröffentlicht Interview zur Gewaltschutzwohnung

Wenngleich die Eröffnung unserer Gewaltschutzwohnung mit Juli derzeit noch in Vorbereitung liegt und eine eigene Ankündigung unserer Initiative zeitnah zur Eröffnung erfolgen wird, bedanken wir uns herzlich bei der Journalistin Esther Goldberg für das heute bereits im Vorfeld veröffentlichte Interview in der Ostthüringer Zeitung. Wir bitten in diesem Zusammenhang um Kenntnisnahme unseres neu eingerichteten Menüpunktes „Gewaltschutz“ mitsamt unserer Danksagung. Unser größtes Dankeschön dürfen wir an dieser Stelle der Geraer „Wohnungsbaugenossenschaft „Aufbau“ Gera eG“ entgegenbringen. Vielen herzlichen Dank!

„… War es schwer, eine solche Wohnung zu finden?

Nein, letztlich nicht. Im vergangenen Jahr haben wir die Wohnungsbaugenossenschaft angeschrieben. Zunächst hatte man uns als Verein Gästewohnungen angeboten, aber dann hätten die von Gewalt betroffenen Männer immer dann die Wohnung verlassen müssen, wenn sich Gäste angesagt hätten. Also haben wir einen einjährigen Mietvertrag für eine normale Wohnung abgeschlossen.

Wovon zahlt Ihr Verein Miete und Nebenkosten?

Wir zahlen in diesem Probejahr nur die Hälfte der Betriebskosten, das sind 35 Euro. Auf unserem Spendenkonto haben wir knapp 1500 Euro, das reicht also zunächst für die Wohnung. Auch Möbel für die Wohnung mussten wir nicht kaufen, weil sie uns geschenkt wurden. Die Einrichtung der kompletten Küche hat das Wohnungsunternehmen übernommen. Was in einem Jahr sein wird, bleibt abzuwarten.

[…]

Warum wurde die Wohnung für ein Jahr befristet? Sind Gewaltschutzwohnungen für Männer vielleicht gar nicht nötig?

Doch, das sind sie. Ich mache diese Beratung seit Jahren. Aber wir wollen mit der Begrenzung zum einen sehen, ob der Vermieter und wir wirklich so gut zusammenpassen, wie wir das jetzt glauben und erleben. Und zum zweiten steht natürlich die Frage, ob Männer sich trauen, in diese Wohnung zu gehen.

Aber den Bedarf gäbe es?

Ja, wir haben doch die Thüringer Zahlen entsprechend einer kleinen Anfrage im Landtag vorliegen. 2012 hat die Polizei 824 Männern helfen müssen, 2013 waren es 810 und ein Jahr später 636 Männer. Allein diese Zahlen, die gar nicht die viel größere Dunkelziffer berücksichtigen können, beweisen die Notwendigkeit einer solchen Wohnung. Allerdings fehlt oft der Hinweis auf mögliche Hilfen für Männer. …“

Quelle / gesamtes Interview: Ostthüringer Zeitung
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Unter diesem Link können Sie unsere Initiative unterstützen, hier können Sie uns in den sozialen Netzwerken folgen. Vielen herzlichen Dank!

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