2. Netzwerktreffen von Männerberatungs- und Schutzangeboten: Gleichmaß e. V. gibt Administration ab

Mit dem letztwöchigen Dresdener 2. Netzwerktreffen von Männerberatungs- und Schutzangeboten im deutschsprachigen Raum, welches der 1. Fachtagung am 22. und 23. 09. 2016 in Leipzig folgte (als Teilnehmer berichteten wir darüber), fand ein hochqualifizierter professioneller Austausch von Vertretern* von Selbsthilfeangeboten, Fachberatungsstellen und Schutzwohnungen statt, der nicht nur das wachsende öffentliche Bewusstsein widerspiegelte, dringend Beratungs- und Schutzangebote für von häuslicher Gewalt betroffener Männer zu etablieren, sondern auch das sich fachlich verstetigende Potenzial des Netzwerkes aufzeigte.

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Häusliche Gewalt – ein Erfahrungsbericht im SWR-Nachtcafé

Hartmut Wolters, 1. Vorsitzender des Väteraufbruch für Kinder Kreisverein Köln e. V. und in seiner Funktion als unser Netzwerkpartner verantwortlich für die Mitgliedschaft des Kreisvereins im Männerberatungsnetzwerk, stand unlängst ausführlich im SWR-Nachtcafé (ab 1:05:50) Rede und Antwort zu seinen Widerfahrnissen als von häuslicher Gewalt betroffener Mann und ausgegrenzter Trennungsvater. Die von ihm geschilderten Erfahrungen, die wiederholte Gewaltausübung gegen ihn, die ausnahmslos die Geschehnisse und Schuld umkehrenden und ihn vor allem sorgerechtlich ausgrenzenden Institutionen von Frauenhaus über Jugendamt bis hin zu Familienberatungsstellen sowie das verantwortliche Familiengericht, sind Spiegelbild eines bis heute täglichen und vielhundertfachen Leids von Kindern und in den überwiegenden Fällen ihrer Väter in Deutschland (wenige Ausnahmen bestätigen die Regel).

Das Interview ist in Gänze sehenswert und sollte Sie dazu motivieren, nicht zuletzt auch unsere Arbeit (unter untengenanntem Link) zu unterstützen. Vielen herzlichen Dank!
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Petition zur Einrichtung eines Hilfetelefons für „Gewalt gegen Männer“

Mit Bitte um aktive Teilnahme und Weiterverbreitung weisen wir an dieser Stelle auf einen auf der Website des „Männerberatungsnetzwerkes“ hinterlegten Hinweis zu einer Petition zur Einrichtung eines Hilfetelefons für „Gewalt gegen Männer“ hin:

„Der Deutsche Bundestag möge beschließen auch ein Hilfetelefon für (Gewalt gegen) Männer einzurichten (bzw. zu fördern), ähnlich wie das – auch in Medien beworbene – (auch Online)“Hilfetelefon“ für (Gewalt gegen) Frauen. Männer bedürfen ja auch Hilfe, auch bei Gewalt und gerade diese brauchen niederschwellige Angebote, weil es für sie oft besonders schwer ist sich Hilfe zu suchen. Außerdem wird durch so ein Telefon, mit entsprechender Werbung, gegen das „Tabu-Thema“ Gewalt gegen Männer angegangen. …“

Zur Petition bitte hier entlang.

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„Der Spiegel“ berichtet über unsere Gewaltschutzwohnung

Der verantwortliche Redakteur Steffen Winter vom Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ berichtet in einem aktuell erschienenen Beitrag (nur im Anriss online) über die Situation des Gewaltschutzes für Männer in Deutschland, in dem nach einigen vorangegangenen Telefonaten neben den neu geschaffenen Angeboten in Sachsen auch unsere Gewaltschutzwohnung Erwähnung findet (zur maßgeblichen Verantwortlichkeit der Thüringer Partei Die Linke an der drohenden Schließung folgen Sie bitte diesem Link):

„…Das BKA zählt seit Jahren immer mehr Übergriffe auf Männer von weiblichen oder männlichen Partnern und Expartnern. 2012 registrierte die Polizei annähernd 20.000 Opfer, 2015 waren es bereits fast 23.200. In Sachsen wurden gerade zwei Männerschutzwohnungen eingerichtet.

Im thüringischen Gera betreibt der Verein Gleichmaß mit Spenden eine solche Unterkunft. Derzeit sind dort drei Männer untergebracht, so Projektchef Tristan Rosenkranz. Zwei seien von ihren Frauen körperlich bedroht worden, einer mit einem Messer. Zudem beklagten sie eine „ökonomische Kontrollgewalt“ durch ihre Frauen. Ein Mann wurde von seiner Partnerin gestalkt. Zehn weitere Männer stünden bereits auf der Warteliste. (mehr …)

Land Thüringen testet Beratungsangebot für von häuslicher Gewalt betroffene Männer

Nach langer Vor- und Konzeptionsarbeit, einer Vielzahl von Gesprächen mit politischen Verantwortungsträgern sowie der letztendlich spendenfinanzierten Eröffnung einer Gewaltschutzwohnung für Männer im Juli vergangenen Jahres in Gera freuen wir uns, dass nun auch das Land Thüringen die Notwendigkeit erkannt hat, für betroffene Männer ein Angebot zu schaffen (die Thüringer Landeszeitung berichtete gestern). Für viele mit uns zusammenarbeitende Fachleute wie unsere Initiative bleibt in diesem Zusammenhang allerdings unverständlich, weshalb unserem zeitweise stark frequentierten und bereits etablierten Angebot trotz vorjähriger Zusage einer Fortfolgefinanzierung eine Absage erteilt wurde.
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MDR Thüringen thematisiert Schließung

Wie bereits seitens der Ostthüringer Zeitung und Thüringer Landeszeitung berichtet wurde, muss unsere Initiative mit Jahresmitte die Gewaltschutzwohnung für von häuslicher Gewalt betroffene Männer wieder schließen, da die Geichstellungsbeauftragte Katrin Christ Eisenwinder (Die Linke) trotz der 2016 in Aussicht gestellten Lösung zur Fortfolgeträgerschaft vorletzte Woche eine Absage erteilte. Wir bedanken uns bei Redakteurin Franziska Heymann und Team für die Thematisierung in Form eines Radio– sowie Fernsehbeitrages und verweisen in diesem Zusammenhang auf unsere Richtigstellung zu falschen Aussagen zu Konzeption und Förderung des Objektes sowie das OTZ-Interview, welches unter anderem den hinlänglich belegten statistischen Bedarf aufgreift.
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Richtigstellung zum TLZ-Artikel vom 17. 02. 2017

Im gestern in der Thüringer Landeszeitung abgedruckten Beitrag „Dem Zufluchtsort für männliche Gewaltschutzopfer droht die Schließung“ wurde neben unserem Projektkoordinator die Thüringer Gleichstellungsbeauftragte Katrin Christ-Eisenwinder (Die Linke) unter anderem zitiert, es sei „zu keiner Zeit“ der Fall gewesen, dass man unserer Initiative eine Förderung in Aussicht gestellt habe sowie, unser Verein habe nie einen „konkreten und prüffähigen Finanzierungsantrag“ gestellt.

Richtig jedoch ist, dass im zweiten Halbjahr 2016 in einem Gesprächstreffen die Frage, ob wir uns Anfang diesen Jahres mit der Bitte um Fortfolgefinanzierung, egal unter welcher Trägerschaft, an die Gleichstellungsbeauftragte wenden könnten, mit der Aussage „wir werden sicher eine Lösung finden“ beantwortet wurde.

Richtig ist auch, dass unser umfassendes Konzept samt Bedarfsnachweisen und Kalkulation durch Gespräche mit Fachleuten beispielsweise der Landesfachstelle Männerarbeit Sachsen, des Leipziger Arbeitskreises Gewalt gegen Jungen und Männer „elure“, der Interventionsstelle Gera sowie des Thüringer Paritätischen entwickelt und schon vor Langem allen politisch relevanten Entscheidungsträgern zugestellt wurde.
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Thüringen: keine Finanzierung für Gewaltschutzwohnung

Entgegen einer Vielzahl von Befürwortungs- und Unterstützungsbekundungen seitens der Thüringer vormaligen wie derzeitigen Landtagsfraktionen sowie rot-rot-grünen Landesregierung, trotz einer Zusage der Gleichstellungsbeauftragten des Landes Thüringen, Katrin Christ-Eisenwinder (Die Linke), in einem informellen Gespräch im vergangenen Jahr mit unserem Projektkoordinator Tristan Rosenkranz und trotz eines deutlichen Haushaltsüberschusses (Stand: 2. Februarhälfte 2017) erging letzte Woche durch die Gleichstellungsbeauftragte eine Absage, den Fortbestand unserer Schutzwohnung für von häuslicher Gewalt betroffene Männer in unserer oder anderer Trägerschaft zu finanzieren. Auch Ihre Parteikollegin Karola Stange als Vorsitzende des Gleichstellungsausschusses ließ ihrer Inaussichtstellung einer Teilfinanzierung bei der Landtagsanhörung am 09. 07. 2015 mit Vertretern unserer Initiative keine entsprechenden Taten folgen.

Bevor wir die Entwicklung mit der nun unausweichlichen Schließung des Objektes mit Blick auf einer Absage vorangegangene Befürwortungen und Zusagen, in vormalige Gespräche involvierte Parteien, Institutionen und Professionen sowie die tatsächliche, seit Längerem nachgewiesene, Bedarfslage noch ausführlich auswerten und im Netzwerk kommunizieren, dürfen wir uns bei der Redakteurin der Ostthüringer Zeitung, Christiane Kneisel, für das heutige umfassende Interview bedanken:

Seit Juli 2016 betreibt der Verein Gleichmaß e.V. für Männer, die unter häuslicher Gewalt leiden, eine Gewaltschutzwohnung in Gera. Doch nun steht dieses Hilfsangebot vor dem Aus: Der Verein erhielt von der Landesregierung eine Finanzierungsabsage. Ein Gespräch mit Tristan Rosenkranz, Gründer des Gleichmaß e.V.

Mit seiner Gewaltschutzwohnung ist der Verein Gleichmaß e.V. thüringenweit Vorreiter. Finanziert wird das Projekt bisher auf Ehrenamts- und Spendenbasis. Das ist aber keine Lösung auf Dauer?

Nein, denn die Betreuung des Projektes ist aufwändig und kann langfristig nicht ehrenamtlich geleistet werden. Das war uns von Anfang an klar. Zumal für diese Arbeit dann auch die Wertschätzung fehlt. Momentan hat unser Verein einen Jahresvertrag mit der WBG Aufbau, die die Wohnung zur Verfügung stellte und uns auch mietmäßig sehr entgegen kam.

Die Finanzierung sollte also auf eine solide, zukunftssichere Basis gestellt werden. Die Signale dafür standen gut?

Vor der Landtagswahl in Thüringen gab es zahlreiche Gespräche mit Fraktionsvertretern der Linken, Grünen, SPD und CDU. Dabei sicherten explizit Vertreter sowohl der Linken als auch der SPD zu, das Finanzierungsproblem in den Ausschüssen zur Diskussion für den Landeshaushalt zu stellen. Dies erfolgte in beiden Fällen nicht. (mehr …)

HINWEIS ZU UNSERER NOTRUFNUMMER

Wir weisen an dieser Stelle darauf hin, dass wir für von häuslicher Gewalt betroffene Männer neben unserer Notrufnummer 0160 / 951 015 47 alternativ unter 0160 / 951 631 20 erreichbar sind. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Männerschutzwohnungen in Dresden und Leipzig eröffnet

Wir gratulieren unseren beiden Partner-Organisationen „Männernetzwerk Dresden“ und „LEmann e. V. Leipzig“ zur Eröffnung ihrer Gewaltschutzwohnungen für von häuslicher Gewalt betroffene Männer. Im Unterschied zur rot-rot-grünen Landesregierung Thüringen, die bis heute trotz jahrelanger, konzeptionell fundierter Anfragen keine finanzielle Unterstützung für die von unserer Initiative betriebene, einzige Thüringer Gewaltschutzwohnung in Gera gewährt, wurden die beiden Wohnungen seitens der schwarz-roten Landesregierung in Sachsen nicht nur mit insgesamt ca. 100.000€ gefördert, sondern auch von der Sächsischen Staatsministerin für Gleichstellung und Integration Petra Köpping persönlich unterstützt und forciert. Nicht zuletzt gilt unserem langjährigen Netzwerkpartner, dem Geschäftsführenden Bildungsreferenten der Landesfachstelle Männerarbeit Sachsen, Frank Scheinert, ein großes Dankeschön, der die Realisierung der beiden Unterkünfte maßgeblich initiiert und begleitet hat.

Zur Pressemitteilung des Dresdener Männernetzwerkes bitte hier entlang, zu den Kontaktdaten der Schutz- und Hilfsangebote in Sachsen bitte hier entlang.
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