Häusliche Gewalt – ein Erfahrungsbericht im SWR-Nachtcafé

Hartmut Wolters, 1. Vorsitzender des Väteraufbruch für Kinder Kreisverein Köln e. V. und in seiner Funktion als unser Netzwerkpartner verantwortlich für die Mitgliedschaft des Kreisvereins im Männerberatungsnetzwerk, stand unlängst ausführlich im SWR-Nachtcafé (ab 1:05:50) Rede und Antwort zu seinen Widerfahrnissen als von häuslicher Gewalt betroffener Mann und ausgegrenzter Trennungsvater. Die von ihm geschilderten Erfahrungen, die wiederholte Gewaltausübung gegen ihn, die ausnahmslos die Geschehnisse und Schuld umkehrenden und ihn vor allem sorgerechtlich ausgrenzenden Institutionen von Frauenhaus über Jugendamt bis hin zu Familienberatungsstellen sowie das verantwortliche Familiengericht, sind Spiegelbild eines bis heute täglichen und vielhundertfachen Leids von Kindern und in den überwiegenden Fällen ihrer Väter in Deutschland (wenige Ausnahmen bestätigen die Regel).

Das Interview ist in Gänze sehenswert und sollte Sie dazu motivieren, nicht zuletzt auch unsere Arbeit (unter untengenanntem Link) zu unterstützen. Vielen herzlichen Dank!
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„Der Spiegel“ berichtet über unsere Gewaltschutzwohnung

Der verantwortliche Redakteur Steffen Winter vom Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ berichtet in einem aktuell erschienenen Beitrag (nur im Anriss online) über die Situation des Gewaltschutzes für Männer in Deutschland, in dem nach einigen vorangegangenen Telefonaten neben den neu geschaffenen Angeboten in Sachsen auch unsere Gewaltschutzwohnung Erwähnung findet (zur maßgeblichen Verantwortlichkeit der Thüringer Partei Die Linke an der drohenden Schließung folgen Sie bitte diesem Link):

„…Das BKA zählt seit Jahren immer mehr Übergriffe auf Männer von weiblichen oder männlichen Partnern und Expartnern. 2012 registrierte die Polizei annähernd 20.000 Opfer, 2015 waren es bereits fast 23.200. In Sachsen wurden gerade zwei Männerschutzwohnungen eingerichtet.

Im thüringischen Gera betreibt der Verein Gleichmaß mit Spenden eine solche Unterkunft. Derzeit sind dort drei Männer untergebracht, so Projektchef Tristan Rosenkranz. Zwei seien von ihren Frauen körperlich bedroht worden, einer mit einem Messer. Zudem beklagten sie eine „ökonomische Kontrollgewalt“ durch ihre Frauen. Ein Mann wurde von seiner Partnerin gestalkt. Zehn weitere Männer stünden bereits auf der Warteliste. (mehr …)

Land Thüringen testet Beratungsangebot für von häuslicher Gewalt betroffene Männer

Nach langer Vor- und Konzeptionsarbeit, einer Vielzahl von Gesprächen mit politischen Verantwortungsträgern sowie der letztendlich spendenfinanzierten Eröffnung einer Gewaltschutzwohnung für Männer im Juli vergangenen Jahres in Gera freuen wir uns, dass nun auch das Land Thüringen die Notwendigkeit erkannt hat, für betroffene Männer ein Angebot zu schaffen (die Thüringer Landeszeitung berichtete gestern). Für viele mit uns zusammenarbeitende Fachleute wie unsere Initiative bleibt in diesem Zusammenhang allerdings unverständlich, weshalb unserem zeitweise stark frequentierten und bereits etablierten Angebot trotz vorjähriger Zusage einer Fortfolgefinanzierung eine Absage erteilt wurde.
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MDR Thüringen thematisiert Schließung

Wie bereits seitens der Ostthüringer Zeitung und Thüringer Landeszeitung berichtet wurde, muss unsere Initiative mit Jahresmitte die Gewaltschutzwohnung für von häuslicher Gewalt betroffene Männer wieder schließen, da die Geichstellungsbeauftragte Katrin Christ Eisenwinder (Die Linke) trotz der 2016 in Aussicht gestellten Lösung zur Fortfolgeträgerschaft vorletzte Woche eine Absage erteilte. Wir bedanken uns bei Redakteurin Franziska Heymann und Team für die Thematisierung in Form eines Radio– sowie Fernsehbeitrages und verweisen in diesem Zusammenhang auf unsere Richtigstellung zu falschen Aussagen zu Konzeption und Förderung des Objektes sowie das OTZ-Interview, welches unter anderem den hinlänglich belegten statistischen Bedarf aufgreift.
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Richtigstellung zum TLZ-Artikel vom 17. 02. 2017

Im gestern in der Thüringer Landeszeitung abgedruckten Beitrag „Dem Zufluchtsort für männliche Gewaltschutzopfer droht die Schließung“ wurde neben unserem Projektkoordinator die Thüringer Gleichstellungsbeauftragte Katrin Christ-Eisenwinder (Die Linke) unter anderem zitiert, es sei „zu keiner Zeit“ der Fall gewesen, dass man unserer Initiative eine Förderung in Aussicht gestellt habe sowie, unser Verein habe nie einen „konkreten und prüffähigen Finanzierungsantrag“ gestellt.

Richtig jedoch ist, dass im zweiten Halbjahr 2016 in einem Gesprächstreffen die Frage, ob wir uns Anfang diesen Jahres mit der Bitte um Fortfolgefinanzierung, egal unter welcher Trägerschaft, an die Gleichstellungsbeauftragte wenden könnten, mit der Aussage „wir werden sicher eine Lösung finden“ beantwortet wurde.

Richtig ist auch, dass unser umfassendes Konzept samt Bedarfsnachweisen und Kalkulation durch Gespräche mit Fachleuten beispielsweise der Landesfachstelle Männerarbeit Sachsen, des Leipziger Arbeitskreises Gewalt gegen Jungen und Männer „elure“, der Interventionsstelle Gera sowie des Thüringer Paritätischen entwickelt und schon vor Langem allen politisch relevanten Entscheidungsträgern zugestellt wurde.
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Thüringen: keine Finanzierung für Gewaltschutzwohnung

Entgegen einer Vielzahl von Befürwortungs- und Unterstützungsbekundungen seitens der Thüringer vormaligen wie derzeitigen Landtagsfraktionen sowie rot-rot-grünen Landesregierung, trotz einer Zusage der Gleichstellungsbeauftragten des Landes Thüringen, Katrin Christ-Eisenwinder (Die Linke), in einem informellen Gespräch im vergangenen Jahr mit unserem Projektkoordinator Tristan Rosenkranz und trotz eines deutlichen Haushaltsüberschusses (Stand: 2. Februarhälfte 2017) erging letzte Woche durch die Gleichstellungsbeauftragte eine Absage, den Fortbestand unserer Schutzwohnung für von häuslicher Gewalt betroffene Männer in unserer oder anderer Trägerschaft zu finanzieren. Auch Ihre Parteikollegin Karola Stange als Vorsitzende des Gleichstellungsausschusses ließ ihrer Inaussichtstellung einer Teilfinanzierung bei der Landtagsanhörung am 09. 07. 2015 mit Vertretern unserer Initiative keine entsprechenden Taten folgen.

Bevor wir die Entwicklung mit der nun unausweichlichen Schließung des Objektes mit Blick auf einer Absage vorangegangene Befürwortungen und Zusagen, in vormalige Gespräche involvierte Parteien, Institutionen und Professionen sowie die tatsächliche, seit Längerem nachgewiesene, Bedarfslage noch ausführlich auswerten und im Netzwerk kommunizieren, dürfen wir uns bei der Redakteurin der Ostthüringer Zeitung, Christiane Kneisel, für das heutige umfassende Interview bedanken:

Seit Juli 2016 betreibt der Verein Gleichmaß e.V. für Männer, die unter häuslicher Gewalt leiden, eine Gewaltschutzwohnung in Gera. Doch nun steht dieses Hilfsangebot vor dem Aus: Der Verein erhielt von der Landesregierung eine Finanzierungsabsage. Ein Gespräch mit Tristan Rosenkranz, Gründer des Gleichmaß e.V.

Mit seiner Gewaltschutzwohnung ist der Verein Gleichmaß e.V. thüringenweit Vorreiter. Finanziert wird das Projekt bisher auf Ehrenamts- und Spendenbasis. Das ist aber keine Lösung auf Dauer?

Nein, denn die Betreuung des Projektes ist aufwändig und kann langfristig nicht ehrenamtlich geleistet werden. Das war uns von Anfang an klar. Zumal für diese Arbeit dann auch die Wertschätzung fehlt. Momentan hat unser Verein einen Jahresvertrag mit der WBG Aufbau, die die Wohnung zur Verfügung stellte und uns auch mietmäßig sehr entgegen kam.

Die Finanzierung sollte also auf eine solide, zukunftssichere Basis gestellt werden. Die Signale dafür standen gut?

Vor der Landtagswahl in Thüringen gab es zahlreiche Gespräche mit Fraktionsvertretern der Linken, Grünen, SPD und CDU. Dabei sicherten explizit Vertreter sowohl der Linken als auch der SPD zu, das Finanzierungsproblem in den Ausschüssen zur Diskussion für den Landeshaushalt zu stellen. Dies erfolgte in beiden Fällen nicht. (mehr …)

Thüringen beginnt mit Datenerhebung zur häuslichen Gewalt gegen Männer

Wie die heutige „Ostthüringer Zeitung“ unter dem Titel „Das weitgehend unbekannte Opfer bei häuslicher Gewalt: der Mann“ in einem umfassenden Artikel unter Bezugnahme der Gleichstellungsbeauftragten und anderer Fachleute mitteilt, will ein Pilot­projekt der Thüringer Regierungskoalition (SPD, LINKE und Grüne) jetzt herausfinden, in welchem Ausmaß Männer Opfer häuslicher Gewalt werden. Wir begrüßen diesen Schritt außerordentlich. Jedoch kommt der Artikel etwas missverständlich darauf zu sprechen, im gesamten deutschsprachigen Raum seien bezüglich des womöglich große Dunkelfeldes keine gesichterten Erkenntnisse zu finden.

Unsere Initiative, deren Vorstände im Zeitraum zwischen Frühjahr 2013 und Mitte 2016 immer wieder unter Vorlage unserer umfangreichen Konzeption Gespräche mit Vertretern der Landesregierung, einzelner Fraktionen und Ausschüsse hatten, ist angesichts dieses Kenntnisstandes ebenso verwundert wie über die Tatsache, dass in diesem Zusammenhang die einzige, bislang zudem privat finanzierte Thüringer Gewaltschutzwohnung unter unserer Verantwortung unerwähnt bleibt. Bestandteil unserer Konzeption, die der Thüringer Landesregierung wie allen mit Gewaltschutz und Interventionsarbeit befassten Gremien vorliegt und die neben fundierten Rechercheergebnissen zu Thüringer Betroffenenzahlen auch auf die deutsche Statistik zu sprechen kommt, gliedert in „Beiblatt 2“ die Erkenntnisse des Bundesfamilienministeriums und anderer seriöser Institutionen und Fachleute auf, die vielfach eine statistische Gleichbetroffenheit von Männern aufzeigt.
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Wir wünschen frohe Festtage und ein gutes neues Jahr 2017

Einhergehend mit unserem Jahresrückblick auf ein sehr ereignis- wie auch erfolgreiches Jahr 2016 wünschen wir unseren Fachbeiräten*, Partnerinitiativen und -professionen, Unterstützern, Mitstreitern, Freunden, Familien sowie Müttern, Vätern und Kindern frohe, besinnliche und vor allem friedliche Weihnachtsfeiertage und ein gutes neues Jahr 2017.

Wir wünschen auch dieses Jahr Trennungseltern Kraft, auch schwierige Momente durchzustehen, niemals aufzugeben und immer wieder aufeinander zuzugehen. Wir wünschen, ebenfalls erneut, Männern mit häuslichen Gewalterfahrungen Mut, Hilfe anzunehmen und mit dieser Unterstützung ihr Leben zu ändern und selbst aktiv zu werden, um Hilfesuchenden Unterstützung gewähren zu können. Und wir wünschen den politischen und familienrechtlichen Entscheidungsträgern in unserem Land einmal mehr und mit wesentlich mehr Nachdruck, humanistisch, geschlechterunabhängig und -sensibel zu handeln. Worte allein vermögen Menschen in großer Not leider nicht zu helfen.

Und wir wünschen uns einmal mehr, dass Sie unsere Arbeit unterstützen – kostenlos, indem Sie über unser Bildungsspender-Profil online shoppen, als Mitglied für nur 30€ im Jahr, als Fachbeirat oder kooperierende Profession oder als Spender. Jede Hilfe kommt unsere wichtigen Arbeit zugute.

Vielen herzlichen Dank!
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*Bitte beachten Sie unseren Hinweis zur Verwendung des Sprachgeschlechtes.

MDR-Kurzbericht zur häuslichen Gewalt online

Im Vorfeld des heutigen Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen, der politisch wie medial einmal mehr weitgehend einseitig häusliche Gewaltbetroffenheit thematisiert, lenkte der Mitteldeutsche Rundfunk am 22. 11. 2016 im Rahmen von „MDR aktuell“ in einem Kurzbericht seinen Blick auch auf die männliche Betroffenheit. Wenngleich nach wie vor mit verzerrten statistischen Werten argumentiert wird, steigt das Bewusstsein für männliche Notlagen und dem damit zusammenhängenden Hilfebedarf.

Wir bedanken uns in dem Zusammenhang für das Interesse des MDR an unserer Gewaltschutzarbeit. Zum Mitschnitt des Berichts, in dem unser Vorstand* Ilona Resch zu Wort kommt, folgen Sie bitte diesem Link.
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Sendung „Überholt, überfordert, überlebt“ des MDR 1 Radio Sachsen online

bild-52732-resimage_v-variantsmall16x9_w-640Die für den 15. 11. 2016 angekündigte, knapp eineinhalbstündige Sendung „Überholt, überfordert, überlebt“ des MDR 1 Radio Sachsen zur Rolle des Mannes und dem Stand der Gleichberechtigung in der Gesellschaft kann unter diesem Link als Podcast nachgehört werden. Als Studiogäste sind unser Kooperationspartner Frank Scheinert sowie unsere Fachbeirätin Dorothea Kramß zu hören.
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Bildnachweis: Mitteldeutscher Rundfunk