Thüringen: keine Finanzierung für Gewaltschutzwohnung

Entgegen einer Vielzahl von Befürwortungs- und Unterstützungsbekundungen seitens der Thüringer vormaligen wie derzeitigen Landtagsfraktionen sowie rot-rot-grünen Landesregierung und trotz eines deutlichen Haushaltsüberschusses (Stand: 2. Februarhälfte 2017) erging letzte Woche durch die Gleichstellungsbeauftragte des Freistaates, Katrin Christ-Eisenwinder (Die Linke) eine Absage, den Fortbestand unserer Schutzwohnung für von häuslicher Gewalt betroffene Männer in unserer oder anderer Trägerschaft zu finanzieren. Bevor wir die Entwicklung mit der nun unausweichlichen Schließung des Objektes mit Blick auf einer Absage vorangegangene Befürwortungen und Zusagen, in vormalige Gespräche involvierte Parteien, Institutionen und Professionen sowie die tatsächliche, seit Längerem nachgewiesene, Bedarfslage noch ausführlich auswerten und im Netzwerk kommunizieren, dürfen wir uns bei der Redakteurin der Ostthüringer Zeitung, Christiane Kneisel, für das heutige umfassende Interview bedanken:

Seit Juli 2016 betreibt der Verein Gleichmaß e.V. für Männer, die unter häuslicher Gewalt leiden, eine Gewaltschutzwohnung in Gera. Doch nun steht dieses Hilfsangebot vor dem Aus: Der Verein erhielt von der Landesregierung eine Finanzierungsabsage. Ein Gespräch mit Tristan Rosenkranz, Gründer des Gleichmaß e.V.

Mit seiner Gewaltschutzwohnung ist der Verein Gleichmaß e.V. thüringenweit Vorreiter. Finanziert wird das Projekt bisher auf Ehrenamts- und Spendenbasis. Das ist aber keine Lösung auf Dauer?

Nein, denn die Betreuung des Projektes ist aufwändig und kann langfristig nicht ehrenamtlich geleistet werden. Das war uns von Anfang an klar. Zumal für diese Arbeit dann auch die Wertschätzung fehlt. Momentan hat unser Verein einen Jahresvertrag mit der WBG Aufbau, die die Wohnung zur Verfügung stellte und uns auch mietmäßig sehr entgegen kam.

Die Finanzierung sollte also auf eine solide, zukunftssichere Basis gestellt werden. Die Signale dafür standen gut?

Vor der Landtagswahl in Thüringen gab es zahlreiche Gespräche mit Fraktionsvertretern der Linken, Grünen, SPD und CDU. Dabei sicherten explizit Vertreter sowohl der Linken als auch der SPD zu, das Finanzierungsproblem in den Ausschüssen zur Diskussion für den Landeshaushalt zu stellen. Dies erfolgte in beiden Fällen nicht. (mehr …)

Wir wünschen frohe Festtage und ein gutes neues Jahr 2017

Einhergehend mit unserem Jahresrückblick auf ein sehr ereignis- wie auch erfolgreiches Jahr 2016 wünschen wir unseren Fachbeiräten*, Partnerinitiativen und -professionen, Unterstützern, Mitstreitern, Freunden, Familien sowie Müttern, Vätern und Kindern frohe, besinnliche und vor allem friedliche Weihnachtsfeiertage und ein gutes neues Jahr 2017.

Wir wünschen auch dieses Jahr Trennungseltern Kraft, auch schwierige Momente durchzustehen, niemals aufzugeben und immer wieder aufeinander zuzugehen. Wir wünschen, ebenfalls erneut, Männern mit häuslichen Gewalterfahrungen Mut, Hilfe anzunehmen und mit dieser Unterstützung ihr Leben zu ändern und selbst aktiv zu werden, um Hilfesuchenden Unterstützung gewähren zu können. Und wir wünschen den politischen und familienrechtlichen Entscheidungsträgern in unserem Land einmal mehr und mit wesentlich mehr Nachdruck, humanistisch, geschlechterunabhängig und -sensibel zu handeln. Worte allein vermögen Menschen in großer Not leider nicht zu helfen.

Und wir wünschen uns einmal mehr, dass Sie unsere Arbeit unterstützen – kostenlos, indem Sie über unser Bildungsspender-Profil online shoppen, als Mitglied für nur 30€ im Jahr, als Fachbeirat oder kooperierende Profession oder als Spender. Jede Hilfe kommt unsere wichtigen Arbeit zugute.

Vielen herzlichen Dank!
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*Bitte beachten Sie unseren Hinweis zur Verwendung des Sprachgeschlechtes.

Selbsthilfetreffen werden eingestellt

Wir weisen an dieser Stelle darauf hin, dass wir unsere Selbsthilfetreffen bis auf Weiteres nicht fortführen werden. Unserer Erkenntnis nach lassen sich Notlagen trennungs- oder konfliktbetroffener Familienmitglieder nicht zu festen Zeiten klären, vielmehr benötigt der überwiegende Teil meist sofort im Konfliktfall Hilfe wie auch kontinuierliche Einzelberatungen. Wir sind selbstverständlich auch weiterhin für Hilfesuchende erreichbar und bedanken uns für Ihr Verständnis.
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MDR-Kurzbericht zur häuslichen Gewalt online

Im Vorfeld des heutigen Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen, der politisch wie medial einmal mehr weitgehend einseitig häusliche Gewaltbetroffenheit thematisiert, lenkte der Mitteldeutsche Rundfunk am 22. 11. 2016 im Rahmen von „MDR aktuell“ in einem Kurzbericht seinen Blick auch auf die männliche Betroffenheit. Wenngleich nach wie vor mit verzerrten statistischen Werten argumentiert wird, steigt das Bewusstsein für männliche Notlagen und dem damit zusammenhängenden Hilfebedarf.

Wir bedanken uns in dem Zusammenhang für das Interesse des MDR an unserer Gewaltschutzarbeit. Zum Mitschnitt des Berichts, in dem unser Vorstand* Ilona Resch zu Wort kommt, folgen Sie bitte diesem Link.
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Sendung „Überholt, überfordert, überlebt“ des MDR 1 Radio Sachsen online

bild-52732-resimage_v-variantsmall16x9_w-640Die für den 15. 11. 2016 angekündigte, knapp eineinhalbstündige Sendung „Überholt, überfordert, überlebt“ des MDR 1 Radio Sachsen zur Rolle des Mannes und dem Stand der Gleichberechtigung in der Gesellschaft kann unter diesem Link als Podcast nachgehört werden. Als Studiogäste sind unser Kooperationspartner Frank Scheinert sowie unsere Fachbeirätin Dorothea Kramß zu hören.
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Bildnachweis: Mitteldeutscher Rundfunk

Ortstermin Eisenberg: Arbeitstreffen Runder Tisch gegen Häusliche Gewalt

Wir bedanken uns bei der Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises Saale-Holzland-Kreis für die Einladung zum heutigen „3. Arbeitstreffen Runder Tisch gegen Häusliche Gewalt“ im ostthüringischen Eisenberg, in dem eines unserer Vorstandsmitglieder einmal mehr Gelegenheit hatte, Arbeit, Angebot und Netzwerk um unsere Gewaltschutzwohnung vorzustellen. Anwesend waren knapp dreißig Professionen aus Gewaltschutz, Gleichstellung, Polizeiarbeit, Behörden, Jugendamt, Jobcenter, Sozialarbeit und Familienarbeit, die die Ausführungen mit großem Interesse verfolgten und deren Fragen zum Angebot erschöpfend beantwortet werden konnten.
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Terminhinweis 15. 11. 2016 MDR 1 Radio Sachsen

Heute abend strahlt MDR 1 Radio Sachsen zwischen 20 und 23 Uhr die Sendung „Überholt, überfordert, überlebt“ aus, die sich der Rolle des Mannes und dem Stand der Gleichberechtigung in der Gesellschaft widmet und unter anderem unseren Kooperationspartner Frank Scheinert (Geschäftsführender Bildungsreferent der Landesfachstelle Männerarbeit Sachsen) sowie unsere Fachbeirätin Dorothea Kramß (Dipl. Ehe-, Familien- und Lebensberaterin Dorothea Kramß (DAJEB)) zum Gespräch ins Studio geladen hat. Zum Livestream des Senders bitte hier entlang.
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Ortstermin Weimar: „Netzwerktreffen Jungen- und Männergesundheit 2016“

Wir bedanken uns für die Einladung der „Stiftung Männergesundheit“ zum vom vergangenen Freitag bis Sonntag stattfindenden „Netzwerktreffen Jungen- und Männergesundheit 2016“ in Weimar, an dem neben Fachleuten von 22 weiteren Vereinen und Institutionen eines unserer Vorstandsmitglieder teilnahm. Das Netzwerktreffen, welches mit einer Diskussionsrunde mit der Thüringer Gleichstellungsbeauftragten Katrin Christ-Eisenwinder seinen Auftakt fand, diente neben der Präsentation der einzelnen vertretenen Organisationen und Institutionen der Vorstellung und Diskussion des dritten Männergesundheitsberichtes, der für Sachsen geplanten Männergesundheitskampagne sowie der Vorstellung des Männerberatungsnetzerkes und netzwerkstrategischen Perspektiven und Entwicklungspotentialen.

Nach einer kurzen Vorstellung unserer Initiative wurden Notwendigkeit und Zielstellung des Männerberatungsnetzwerkes, ergänzt durch die Darstellung einzelner Funktionen wie z.B. der Kontaktaufnahme, vorgetragen. Großes Interesse fanden die Vorstellung des „Konfliktberatungsnetzwerkes Gera“ und unserer Gewaltschutzwohnung. Zur Gewaltschutzwohnung gab es Fragen hinsichtlich der Betreuung der Betroffenen sowie einer eindeutigen Abgrenzung gegen missbräuchliche Nutzung. Bei einer Weiternutzung über die derzeitige Vertragslaufzeit hinaus wurde wie unsererseits ursprünglich angedacht auch die gemeinsame Nutzung der Wohnung durch Väter und ihre Kinder als notwendig erachtet.

Der vorgestellte Nutzungsvertrag für die Gewaltschutzwohnung wurde von den Teilnehmern des Netzwerktreffens mit „sehr gut“ bewertet. Auch wurde unserer Initiative für die bislang realisierten Projekte eine hohe Anerkennung seitens der anwesenden Fachschaft entgegengebracht. Die Teilnehmer bekundeten ihr Interesse an einer Fortsetzung des Erfahrungsaustausches.
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Terminhinweis 07. 11. 2016 Gera: Selbsthilfegruppentreffen des Gleichmaß e. V.

Am kommenden Montag findet wieder unser monatliches Selbsthilfegruppentreffen für Trennungs- und Stiefeltern, von häuslicher Gewalt betroffene Männer sowie Interessenten unserer Arbeit statt. Ort ist die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde, Talstraße 30 in 07545 Gera, Beginn ist 17 Uhr.

Vertrauliche Einzelgespräche können telefonisch oder vor Ort mit unseren beiden Selbsthilfegruppenleitern* Ilona Resch (0173 / 759 08 77) und Henry Gießwein (0162 / 948 87 25) verabredet werden, bei Notwendigkeit vermitteln wir Ihnen unsere ortsansässigen Fachleute vom Geraer Konfliktberatungsnetzwerk.

Der Folgetermin findet am 05. 12. 2016 statt.
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Feature von Deutschlandradio Kultur online

Das von uns am 27. 09. 2016 angekündigte und gestern ausgestrahlte Feature von Deutschlandradio Kultur, „„Zeitfragen.“ unter dem Titel „Du darfst kein Opfer sein – Wenn Männer unter häuslicher Gewalt leiden“, kann nunmehr online nachgehört werden. Der Mitschnitt ist als Audiodatei und als Skript unter diesem Link hinterlegt.

Zu Wort kommen René Pickhardt als ehemals Betroffener von häuslicher Gewalt, sexueller Nötigung und institutioneller Diskriminierung, der Hamburger Psychologe Thomas Krieg, der Diplom-Pädagoge Ralf Puchert, die ehrenamtliche Mitarbeiterin des Weißen Ring Adelina Michalk sowie ein Vertreter unserer Initiative.

Wir bedanken uns herzlich bei der verantwortlichen Redakteurin Catalina Schröder.
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