Konzeption Mutter-Kind-Gruppe JVA Chemnitz eingegangen

Wir bedanken uns bei der JVA Chemnitz (als auch für Thüringer straffällige Frauen zuständige Vollzugsanstalt) für die Zusendung der Konzeption der Mutter-Kind-Gruppe, die sich in unsere Bemühungen eingliedert, die familiären Haftbedingungen für in Thüringen inhaftierte Väter zu verbessern.

Die Kriterien für 5 Mutter-Kind-Plätze in der JVA Chemnitz in Kurzform: Eine primäre Förderung umschließt Kindern bis 3 Jahre. Das Ziel ist, eine Trennung von der Mutter zu vermeiden, Mütter in ihrer Rolle zu stärken und der häufig problematischen Entwicklung des Kindes entgegenzuwirken. Im Mutter-Kind-Haus wird Wohngruppenvollzug praktiziert. Die Kinder werden ausschließlich durch die Mütter (nicht durch die Anstalt) betreut. Voraussetzungen sind Zustimmung durch das Jugendamt, Entbindung aller betreffenden Stellen hinsichtlich des Kindes von der Schweigepflicht, persönliche Stabilität (Ausschluß einer Suchtproblematik), Nicht-Überschreitung des 3. Lebensjahres durch die Vollzugsdauer sowie  Übereignung aller kindbezogenen Gelder (Unterhalt, Kinder- und Elterngeld, Erziehungshilfe) an die Vollzugsanstalt zur persönlichen Verfügung und parallelen Buchführung und Abrechnung.

(mehr …)